Paul Landerls Fotoarbeiten basieren auf einem bereits in den 1830er Jahren gebräuchlichen Edeldruckverfahren, ähnlich dem Gummidruck. Basierend auf den Erkenntnissen von Dr. Erwin Mutter greift er dieses historische Kolorierungsverfahren wieder auf und passt es dem heutigen technischen Standard an. Die Pigmentfarben werden hintereinander in einzelnen Arbeitsschritten auf die Leinwand belichtet und ausgewaschen bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist.

 

Wenn man die einzelnen Bilder betrachtet versucht man automatisch zuerst die objektive Geschichte zu erkennen – den Ort, die Person und die Situation. Dann plötzlich kommt eine individuelle Emotion dazu: ausgelöst durch die Farben und die in der Entwicklung veränderte Struktur von Gegenständen und Personen. Die künstlerische Arbeit von Paul Landerl liegt in seiner Fähigkeit den Betrachter auf Besonderheiten aufmerksam zu machen die wegführen von der vergangenen Wirklichkeit der Fotografie hin zu einer persönlichen Phantasie, die sich in dem Bild eröffnet und den Betrachter teilhaben lässt.

die fotografie gibt mir die möglichkeit die welt, so wie ich sie sehe, einzufrieren

meine technik die möglichkeit sie darzustellen